2025 Turnfahrt 13./14. September
Am 13.09.25 im Morgengrauen um 06.00 Uhr versammelte sich der FTV Andelfingen am Bahnhof, wo die Reiseleiterinnen Nicole Karrer und Nicole Käser allen 22 Teilnehmerinnen eine Wundertüte oder besser gesagt, eine Überlebenstasche überreichten. Kurz nach der Begrüssung ging die Reise los ins Ungewisse, denn das Programm war top-secret.
In Zürich folgten ein paar Finten, damit unser nächstes Ziel geheim blieb. Schlussendlich stiegen wir in Luzern aus dem Zug. Von Luzern führte die Reise weiter zum Bürgenstock Resort. Hoch über dem Vierwaldstättersee gelangten wir auf dem Felsenweg zum Hammetschwand-Lift. In einer Minute führte uns der höchst gelegene Aussenlift Europas vom Felsenweg 152,8 m hoch zur Hammetschwand. Oben angekommen erwartete uns eine atemberaubende Aussicht. Nach einer kurzen Wandung bergab zurück zum Bürgenstock Resort, brachte uns die Standseilbahn zum Schiffsanlegeplatz Kehrsiten. Auf der Schifffahrt zurück nach Luzern gönnten wir uns den ersten wohlverdienten Apéro, schliesslich war es bereits 11.00 Uhr. In der Nähe des Bahnhofs genossen wir in einem Restaurant einen leckeren Zmittag. Wir hatten nicht lange Zeit zum Verweilen, denn das vielseitige Programm führte uns weiter nach Lungern, wo wir mit der Turrenbahn in die Höhe gelangten. Zu Fuss stiegen wir dann hoch zur Fluonalp. Der Aufstieg machte alle durstig und wir versuchten, trotz Sprachbarrieren, das Passende zu bestellen und lernten neue Getränke, wie Fichtentee und Giswiler Suppä mit Nidlä kennen. Giswil ist übrigens Salama’s Bürgerort. Vor dem Znacht stand ein weiterer Punkt auf dem Überraschungsprogramm. Peter, der Käser der Alp, führte uns durch die Käserei, zeigte uns wie wir unseren eigenen Käse herstellen können und beantwortete schlagfertig alle unsere Fragen zur Käseproduktion. Mit viel Sorgfalt wurde unser Käselaib beschriftet und der Milchkübel von Gabriela gereinigt. Die vielen Eindrücke des Tages machten uns hungrig, deshalb waren die deftigen Älpler Magronen mit Apfelmus genau das Richtige. Nach dem Dessert, Gislwiler Suppä und Zwetschgen Luz begaben sich bereits die Ersten in die Schlafkojen. Einige waren aber noch nicht müde und vertrieben sich die Zeit bei einem Stadt-Land-FTV-Spezial. Die Rubrik Traummann brachte erstaunliche Geschmäcker ans Licht. Dass die Hand solche ein grosses Frauenproblemzonenpotenzial hat, war mir ebenfalls neu. Gegen Mittenacht legten sich auch die Nachteulen aufs Ohr.
Am nächsten Tag, nach einer verregneten und stürmischen Nacht, zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Gestärkt vom üppigen Zmorgen marschierten wir zuerst ein kurzes Stück bergauf. Dann gelangten wir auf den Schmetterlingspfad, welcher uns hinab ins Tal nach Kaiserstuhl führen sollte. Während des Abstiegs erfuhren wir, dass Nici Käser erstaunlich schnell rennen kann und dass wir den Einsatz von Kühen zur Leistungsmotivation beim nächsten Turnfesttraining in Erwägung ziehen sollten. Aufgrund erschwerter Untergrundbeschaffenheit kamen wir vom Weg ab und disponierten kurzfristig um. Letztendlich erreichten wir das ausgesuchte Restaurant Kaiserstuhl mit Cowboy-Toilette und feinem Zmittag. Nach einer kurzen Zugfahrt und einem Verdauungsspaziergang entlang des Sarnersee’s erreichten wir den Schiffssteg Zollhaus. Aber wie geht das Programm weiter? Per Kanu, per Stand Up Puddle oder doch per Schiff? Annemarie nutzte die Wartezeit für einen Schwumm im kühlen Nass. Bei herrlichem Sonnenschein wurde das Rätsel gelöst und wir stiegen an Bord der SM Seestern. Darauf folgte eine Zugfahrt von Sarnen nach Luzern, weiter nach Winterthur und schlussendlich nach Andelfingen. Während der Rückreise stellten wir uns einem Sing-Battle mit dem DTV Oberaach. Das Duell wurde klar von uns dominiert. Bei ausgelassener und fröhlicher Stimmung begleitet von einem Ohrwurm «ich lieb dich so, mein Verein, ich hab so Schwein bei dir zu sein» erreichten wir unser zu Hause am 14.09.25 um 19.20 Uhr.
Es war nicht meine erste Turnfahrt, aber die erste mit dem FTV Andelfingen. Während der Reise hatte ich die Gelegenheit die bunte Truppe besser kennenzulernen. Ich hatte viel gelacht, geschwitzt, gegessen, getrunken und persönliche Gespräche geführt. Fazit: eine rundum gelungene Turnfahrt!
Liebe Nici’s, eure Begeisterung ist definitiv ansteckend! Ein herzliches Dankeschön für eure liebevolle Planung und perfekte Organisation.